Vorherige Konferenzen

 

59. Kontiki-Konferenz Bozen

22. - 23. Juni 2017

„Grenzen überschreiten“ – multimodale & intermodale Angebote für Kunden

Liebe Kontiki-Interessierte aus Tirol, Österreich, der Schweiz, Italien und Deutschland!

Auch wenn unsere Mobilitätsexperten aus ÖPNV und Industrie meist in Deutschland zu Gast sind, laden wir gern dazu ein, gemeinsam Grenzen zu überschreiten: Kommen Sie mit nach Bozen und lassen Sie sich inspirieren, was es heißt, in der Hochfrequenz-Transitregion wie Südtirol nachhaltige Mobilität mit dem Wirtschaftszweig Touris­mus in Einklang zu bringen.

Um in Kooperation von Verwaltung und ÖPNV die regionalen und überregionalen Elemente des Mobilitäts-Mix zu bündeln, wurde in Bozen ein Zweckverband für Mobilitätskultur gegründet, der auch ein einheitliches Erscheinungsbild aller multimodalen Verkehrsträger gewährleistet. Dr. Thomas Widmann, Vizepräsident des Südtiroler Landtags, berichtet von seinen Erfahrungen. 

Günther Burger verdeutlicht am Beispiel Südtirol Pass die ­Potenziale und Voraussetzungen des länderübergreifenden Angebotes: ­Neben ständiger Pflege braucht es ein Tarifsystem, das den Kunden attraktive Verkehrsangebote und den Anbietern die gegenseitige Tarifanerkennung sichert. Patrick Dejaco, der täglich mit den unterschied­lichen Ticketingsystemen und Datenplattformen operiert, beschreibt 

die Herausforderungen des Projektes.

Tirol als Geo-Politikum wird nicht nur durch den Brenner Basistunnel und die „rollende Landstraße“ sichtbar, sondern auch durch die ­intermodalen Angebote der ÖBB für Pendler und Touristen. Kundenansprache, ­-gewinnung und -verständnis sowie guter Service sind im Fokus des Teams von Allgäu Marketing: Dessen Blick auf die ­Vernetzung von Tourismus und öffentlichem Personenverkehr ist gerade auch für Vertreter von Verkehrsbünden ein Gewinn. 

Die Schweizer App „lezzgo“ lässt Kunden in mehreren Verbünden reisen, ohne sich zuvor um ­Tarife oder Tickets kümmern zu müssen. Mit „MiMuovo“ präsentiert die Regional Authority of Bologna eine kontaktlose Karte, die die Nutzung des gesamten ÖPNV in der Region Bologna ermöglicht. Auch echte Erfindungen werden geboten: Ohne viel Technik wird demonstriert, wie einfach selbst komplexe Prozessabläufe zu digitalisieren sind. 

Weil Kontiki gern den Entwicklungen von heute und morgen auf den Grund geht, sollten Sie keines der Foren verpassen, die innovative Apps sowie neue technische und strategische Trends vorstellen.

Besuchen Sie Kontiki in Bozen, denn hier wird der bisher bekannte „ÖPNV-Mobilitätstisch“ neu gedeckt!

Anne Grünkorn, Horst Stammler

58. Kontiki-Konferenz Frankfurt/Main

9. – 10. März 2017

eTicket und Innovationen – zwei verschiedene Welten? 


Zur 58. Kontiki Konferenz dreht sich alles um: „eTicket und Innovationen – zwei verschiedene Welten?“

Eigentlich eine merkwürdige Frage, da das eTicket doch das Innovativste ist, was der deutsche ÖPNV zu bieten hat. „Wir sind die Spitze der digitalen Revolution des ÖPNV“. Oder sind andere innovativer und schneller als wir? Das ist die Frage, der wir uns selbstkritisch im Rahmen dieser Konferenz nähern wollen. 

Zunächst werden die innovativen Ansätze in der Region RheinMain beleuchtet und ein Blick auf die neuen Angebote im Bereich der Apps geworfen, die nicht von den bisher bekannten Herstellern im ÖPNV-Markt kommen. 

Um das Thema Innovationen abzurunden, steht der Besuch von zwei DB Labs in Frankfurt auf dem Programm, der Ihnen einen Einblick in die Arbeitsweise eines Innovationslabors bieten wird. Der zweite Tag der Konferenz ermöglicht einen zusätzlichen Blick über den Tellerrand. Vom Gaming im ÖPNV bis zu einer Vorstellung des neuen Ansatzes von uber für Deutschland wird Wissenswertes berichtet. 

 

57. Kontiki-Konferenz Leipzig

10. – 11. November 2016

Der eTicket-Zoo

Das Thema, oder besser das Motto der Konferenz in Leipzig lautet „Der eTicket-Zoo“. Da liegt natürlich der Bezug zu „Elefant, Tiger & Co“ und damit zur Abendveranstaltung dieser Konferenz nahe. Und das ist natürlich auch richtig. Aber tatsächlich lassen sich auch viele Querbezüge zum eTicketing in herstellen.

Wie im Zoo, gibt es auch beim eTicketing eine große Artenvielfalt zu bestaunen. Da sind große eTicketing-Projekte, genau wie kleine und interessante Exoten. Und auch außerhalb der Landesgrenzen gibt es viele eTicketing-Systeme, von denen uns einige vielleicht kurios anmuten.

Kurz gesagt, der eTicket-Zoo ist sehr vielfältig. Und es scheint, dass diese Vielfalt noch weiter zunimmt. Immer neue Ansätze, Technologien und Trends werden entdeckt und damit Teil unseres eTicketing-Zoos. Andere Technologien stehen dagegen schon auf der „roten Liste“.

Wir wollen im Rahmen dieser Konferenz zumindest einige Arten aus der Vielfalt des eTicket-Zoos näher vorstellen. Dazu gehört auch der Blick über den Tellerrand um zu sehen, welche Projekte aus anderen Ländern oder aus Übersee sich in den Gehegen und Volieren tummeln. Darüber hinaus werden wir von Vertretern der Finanzbranche erfahren, wie in deren Zoo mit Herausforderungen wie kontaktlosen Bezahlverfahren, Multiapplikation oder Digitalisierung umgegangen wird. Ziel ist es, den Horizont zu erweitern, um dem Einen oder Anderen neue Perspektiven und Ansätze für die eigenen Umsetzungsprojekte zu erschließen.

 

56. Kontiki-Konferenz Duisburg

16. – 17. Juni 2016

Der Preis macht’s heiß: eTicket Deutschland

eTicketing ist mehr und anders als nur der Wechsel von Papierticket zur Plastikkarte. eTicketing bietet Marketingpotential. Relationship Marketing muss das Schlagwort unserer Zeit sein.

Kundenbeziehungen unterliegen komplexen Einflüssen und sind nicht mit gängigen CRM-Systemen zu erfassen. Sie müssen in einem ganzheitlich ausgerichteten Marketingplan gestaltet werden. Relationship Marketing ist langfristig ausgerichtet und nicht von kurzfristigen Aktionen bestimmt.

Doch wie groß ist die Relevanz für den ÖPNV?

Die 56. Kontiki-Konferenz stellt sich der Thematik des Relationship Marketings und beleuchtet mit der Fragestellung nach leistungsabhängigen Tarifen einen marketingrelevanten Teilbereich. Die beiden Arbeitsforen werden Aspekte der Hauptreferate intensiv vertiefen.

Ein Highlight dieser Konferenz wird am Donnerstagnachmittag die Einweihung des Smartphone-basierten CheckIn/BeOut Feldversuchs „Big Bird Duisburg“ sein.

 

55. Kontiki-Konferenz Stuttgart
10. - 11. März 2016

Vernetzung nachhaltiger Mobilität

Moderne urbane Menschen sind nicht mehr auf ein bestimmtes Verkehrsmittel festgelegt. Sie denken und handeln multimodal. 

Ein weiterer globaler Trend heißt „nutzen statt besitzen“. 

In den letzten Jahren haben sich neue Dienstleistungen im Bereich der Mobilität durchgesetzt. So ist das Car-Sharing längst kein Nischenprodukt mehr. Alle großen Automobilkonzerne beschäftigen sich mit diesem Thema. Die verschiedenen Mobilitätsdienstleistungen können gut miteinander vernetzt werden. Chipkarten und Smartphones stehen als moderne Nutzermedien zur technischen Vernetzung zur Verfügung. Integrierte Buchungsplattformen sind im Aufbau, um dem Kunden mittelfristig die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Mobilitätdienstleistungen in einem einheitlichen Portal zu buchen und abzurechnen. Für die Betreiber im ÖPNV besteht die Möglichkeit, Organisator der Vernetzung vielfältiger Formen von nachhaltiger Mobilität zu werden. Aber auch andere Betreiber stehen in den Startlöchern. 

In dem Projekt „Stuttgart Services“, das im Rahmen des Förderprogramms Schaufenster Elektromobilität bezuschusst wurde, war es das Ziel zu untersuchen, wie man verschiedene (elektro-)mobile Dienstleistungen miteinander vernetzen kann.

Auf der 55. Kontiki-Konferenz werden Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt vorgestellt. Weitere Beispiele aus anderen Regionen zeigen, wie man das klassische eTicket für den ÖPNV zu einer multimodalen Mobilitätskarte weiterentwickeln kann. In Baden-Württemberg nimmt das eTicketing an Fahrt auf. Nach dem Pilotprojekt in Schwäbisch-Hall sind nun weitere Check-in-check-out-Systeme an den Start gegangen bzw. in Vorbereitung. Diese Systeme werden im Rahmen der 55. Kontiki-Konferenz vorgestellt.

 

54. Kontiki-Konferenz Berlin
12. - 13. November 2015

zentral, dezentral und mandantenfähig – Lösungsansätze für eTicketing-Systeme

zentral, dezentral und mandantenfähig – dies beschreibt einen Teil der Möglichkeiten, wie Systeme in einem (((eTicketing-Projekt gestaltet werden können. Aber welcher ist der richtige Weg?

An der Frage, wie die Systemlandschaft aufzubauen oder weiterzuentwickeln ist, kommen alle (((eTicketing-Projekte früher oder später vorbei.

Wie meistens im Leben ist die Antwort weder einfach noch eindeutig. Vielmehr hängt von einer Reihe von Randbedingungen ab, welcher Weg der Beste für die jeweilige Region ist.

Der wichtigsten Intention von Kontiki folgend, soll im Rahmen dieser Konferenz eine Plattform zum Austausch von Lösungsansätzen, Ideen und Umsetzungserfahrungen hinsichtlich der Systemarchitektur von (((eTicketing-Systemen geschaffen werden. Es werden dazu Vertreter von Projekten mit unterschiedlichen Zielstellungen und Rahmenbedingungen zu Wort kommen. Ziel der Konferenz ist es darzustellen, warum in den einzelnen Projekten zentrale , dezentrale oder mandantenfähige Strukturen gewählt wurden. Aus den Vorträgen, Foren und Pausengesprächen sollen sie wertvolle Rückschlüsse für anstehende Projekte und Produktentwicklungen ziehen können.

Bei der Wahl des Konferenzortes liegt es auf der Hand, dass neben der vertiefenden Betrachtung ausgewählter Themen auch eine aktuelle Standortbestimmung und ein Ausblick zum Thema eTicketing allgemein durch Vertreter aus der Politik nicht fehlen darf.


53. Kontiki Konferenz München
18. - 19. Juni 2015

Integration von Systemwelten - neue Herausforderungen für den ÖPNV ?

Die zunehmende Digitalisierung der Prozesse und die Integration der Systeme (fremde und eigene Welten) verändern derzeit massiv die ÖPNV Landschaft, denn:

  • der „smarte“ Ticketautomat mit Chipkarten und Apps,
  • die multimodalen Online Portale für Mobilitätsinformationen und die Auskunft-Apps als Fahrgastinformation sowie Optionen zum Ticketkauf über die Webshops als auch den Apps der Verkehrsunternehmen bzw. der Verkehrsverbünde direkt „on the go“

haben massive Anpassungen sowohl auf Seiten der Industrie & Dienstleister als auch auf Seiten der Verkehrsunternehmen und Verbünde zur Folge. Für letztere bedeutet dies:

  • technische & kommunikative Herausforderungen
  • Überdenken der eigenen Prozesse und ggf. Neugestaltung sowie Festlegung, was kann und muss ein Verkehrsunternehmen intern, was kann und sollte ein Verkehrsunternehmen sich extern liefern lassen bzw. als Dienstleistung einkaufen
  • Mitarbeiterbesetzung & Schulung & Monitoring


Ziel der Konferenz ist es, gerade die Komplexität, die sich aus der Integration der verschiedenen Systeme und der Komponenten (so notwendig dies auch ist) ergibt, aufzuzeigen. Deutlich zu machen, wo bei der Integration von Systemwelten die Chancen aber auch die Risiken liegen, wo & wie die technischen Rahmenbedingungen (Standards & Sicherheitsvorgaben) einzuhalten und die kundenseitigen Vorstellungen übereinander zu bringen sind. Hierbei den Teilnehmern Anregung und KnowHow zu transportieren, mit diesen Herausforderungen umzugehen, ist das Anliegen des Kontiki Netzwerkes.


52. KONTIKI -KONFERENZ Luxemburg

05. – 06. März 2015
eTicket in internationaler Perspektive

Nach fast vier Jahren nationaler Konferenzen beleuchtete die 52. Kontiki Konferenz vom 5. bis zum 6. März 2015 von Luxemburg aus das eTicket aus internationaler Perspektive. Für den ÖPNV stellt der Ausbau, die Standardisierung sowie die Vernetzung verschiedener eTicket-Systeme und -Plattformen stellt auf nationaler wie europäischer Ebene eine große Herausforderung für den ÖPNV dar. Hierbei ist die Kooperation von Verkehrsunternehmen und -verbünden ebenso maßgebend wie die Interoperabilität der verschiedenen Systeme, welche durch den technologischen Wandel (Kartenlösung auf unterschiedlichen Nutzermedien) und die zunehmende Digitalisierung aller Prozesse vorangetrieben werden. Einhergehend ist die Weiterentwicklung der europäischen Standardisierungskonzepte an die technischen Veränderungen, wobei globale Player sich nur bedingt durch nationale oder europäische Vorgaben in ihrer Entwicklung bremsen lassen.

Die strategische Konzeption, der Einsatz und die technischen Herausforderungen des eTickets im grenzüberschreitenden Verkehr wurde mit besonderem Augenmerk auf den Gastgeber Luxemburg, die Euregio Maas-Rhein und die Euregio Rhein-Waal vorgestellt und diskutiert. Die Referate der EU-Kommission, der UITP und Smart Ticketing Alliance sowie des AWT Konsortiums verschafften einen Einblick über den Sachstand der Initiativen und Richtlinien zur Förderung multimodaler Reiseinformationen und mobilen Ticketings, mit dem Zielhorizont der Entstehung von europaweit zugänglichen multimodalen Angeboten und Reiseinformationen. Die Komplexität diese verschiedene Datenbanken und Systeme so zu vernetzen, um sie über Plattformen als Mobilitätsinformationen bereitzustellen sowie um integrierte Angebote einer ganzen Reisekette den Nutzern zur Verfügung zu stellen, ist ein „Challenge“ dass die Branche weiterhin beschäftigt – ob nun lokal, regional oder grenzüberschreitend. Die hierzu notwendige Verständigung auf einheitliche Standards sowie deren Grenzen in einem weltweit agilen Markt im Bereich Chipkarte und NFC, deren Implementierung in eTicketing-Systeme und deren Einsatz in kundenorientierten mobilen Informationsdiensten legten der VDV eTicket Service und die CBcon in ihren Vorträgen dar.

Vertiefend wurde die Thematik in den drei Foren erneut aufgenommen und eingehend diskutiert. Der Schweizer BiBo-Pilot der Zugerland Verkehrsbetriebe zeigte in Zusammenarbeit mit Trapeze Germany Voraussetzungen, technische Möglichkeiten und Praxiserfahrungen eines ID-basierten Ticketings unter Einbindung einer Kundenplattform. Der VDV eTicket Service stellte einen Bericht zu „vergessenen Check-Outs“ vor und diskutierte die Problematik anhand verschiedener Fallbeispiele aus den Niederlanden. Die T.C.L. Philipp widmete sich eingehend dem Sachstand der internationalen Standardisierung. In diesem Zusammenhang wurde auch die Entstehung und Relevanz von Normen eingehend erläutert und besprochen.

Die Redebeiträge wurden in intensiven und engagierten Fachgesprächen der knapp 140 Teilnehmer in jeder Pause weitergeführt. Auch in der angenehmen Atmosphäre des gewählten Konferenztagungsortes „Luxembourg Congrès“, der architektonisch wie akustischen ein Meisterwerk darstellt, haben sich die Teilnehmer direkt in den jeweiligen Vortrag eingebringen können.


51. KONTIKI - KONFERENZ WUPPERTAL

16. – 17. Oktober 2014
Omni-Channel als Herausforderung – Kundenservice und Vertrieb in der digitalen Welt

Das Thema war die rasante Modernisierung des ÖPV durch die digitalen Medien. Omni-Channel bietet die Möglichkeit, alle Kanäle parallel und gleichzeitig zu nutzen. Das auch für die ÖPV-Fahrgäste möglich zu machen, bringt enorme Herausforderungen für Personal und Organisation mit sich. Know-how-Bündelung und Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg macht es einfacher und schneller, zu Lösungen zu kommen.
José Luis Castrillo, Vorstand Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, berichtete zusammen mit Nils Conrad, Leiter KCEFM, über die heutigen und zukünftigen Auswirkungen der Digitalisierung auf das eTicketing und das Elektronische Fahrgeldmanagement im VRR. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie „Check-In/Check-Out im VRR“ in 2013/14 zeigten, dass die Konzeption CICO nicht für alle Beteiligten geeignet ist. Nicht mehr der Technologie-Ansatz, sondern das Marketing unter Berücksichtigung der technologischen Möglichkeiten steht bei den Verkehrsunternehmen im Vordergrund. Eine Kundenbefragung im VRR zeigte auf, dass nicht nur die Digitalisierung die Nutzung des ÖPNV einfacher macht, sondern auch der klassische Zugang den Kunden bietet, was sie erwarten. Die Digitalisierung wird als Chance gesehen, Information & Ticket & Service werden vernetzt, wobei für den Zugang zum Kunden die Information im Vordergrund steht. Die zentralen Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit aller Partner sind Konvergenz der Ziele und die Vernetzung von Angebot, Tarif und mandantenfähigen Systemen.
eSIM 2020 (EFM-Systemintegration und Migration für den Zielhorizont 2020) wird Be-In/Be-Out auf das Smartphone bringen. Reinhard Reher, Rhein-Main Verkehrsverbund, berichtete, dass das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahmen der Bundesregierung erarbeitet wird und die automatische Raumerfassung, Be-In/Be-Out, und die Fahrpreisfindung für Gelegenheitskunden zum Ziel hat. Die einzelnen Schritte sind Einsteigen und App aktivieren, Fahren mit automatischer Erfassung der Anwesenheit, Aussteigen mit Unterbrechung der Datenkommunikation, automatische Datenübertragung vom BIBO-System zum Hintergrundsystem. Basis ist die VDV-Kernapplikation. Ende 2015 werden der Demonstrator Fahrgast und der Technologie-Demonstrator für die Testphase zur Verfügung stehen.  
Reinhard Schulte, Stadtwerke Münster, stellte dar, dass das dynamische 90-MinutenTicket zum multimodalen eTicket weiterentwickelt wird und dass PlusCard und Smartphone zusammenwachsen werden. Zu den existierenden Angeboten wie FlexAbo, ParkPlus-Service oder RadPlus-Service wird der TaxiPlus-Service (Bargeldloses Taxifahren mit eTicket) hinzukommen. Eine Neuaufstellung der Vertriebskanäle wird mit dem Ziel durchgeführt, den Bordverkauf von Einzel-Tickets drastisch zu reduzieren, damit sich die Umlaufszeiten der Fahrzeuge deutlich verbessern lassen.
Kundenbedürfnisse und Kundenanforderungen stehen im Vordergrund der etablierten App für Information und Verkauf der Deutschen Bahn, berichtete Armin Böhmer, DB Vertrieb. Die steigende Bedeutung des DB Navigator ist an den Nutzungszahlen ablesbar. Der Fahrgast erwartet entlang seiner gesamten Reisekette über alle Endgeräte die passenden Informationen zu Fahrplan und Ticketverkauf, Verspätungen, zusätzlichen Services, Navigation, On-Trip Informationen und Social Media Support. Die Strategie der DB sieht vor, jederzeit auf neue Kundenbedürfnisse zu reagieren, um maximale Information und Entlastung für die Reisenden zu schaffen. Ein Relaunch des DB Navigators ist für Juni 2015 geplant.
(((eTicket Deutschland Newsticker, präsentiert von Sjef Janssen: Der VDV eTicket Service, VDV-ETS, hat bereits 300 Verträge für die Nutzung der VDV-Kernapplikation mit Verkehrsunternehmen und -verbünden abgeschlossen. Mit eTT (Test im Labor) wurde ein neues Testinstrument für Hersteller, Verkehrsunternehmen und -verbünde auf den Markt gebracht, das aber nicht die Zertifizierung ersetzt. Die ersten Teilziele im Projekt IPSI (Interoperables Produkt-Service-Interface) sind erreicht, der Echtbetrieb soll im Juli 2015 beginnen.
Kernpunkt der Präsentation von Ralph Birkenstock, Wuppertaler Stadtwerke, war die neue Vertriebsstrategie, die speziell in der Ersatzbeschaffung ein Einsparungspotential von etwa 1 Mio EUR bis 2017 ausweist. Aus der Reihe von nichtmonetären Maßnahmen sind die Stärkung der Online-Vertriebswege, die Reduzierung von Automaten, die Kundenbindung der Seltennutzer und die CRM-Strategie Abo hervorzuheben. Innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr haben sich sechs Unternehmen zu einer Vertriebsallianz zusammengeschlossen. Sie werden gemeinsam eine zukunftsweisende Neuordnung des Vertriebs im VRR und eine offene Plattform für weitere Partner im VRR und darüber hinaus erarbeiten. Eine Machbarkeitsstudie hat die Basis für ein gemeinsames Hintergrundsystem geliefert. Die Analyse der Ausgangssituation im Vertrieb machte deutlich, dass „nicht jeder alles machen muss“. Grundgedanke des gemeinsamen Vorhabens ist es, Transparenz im Verbund zu schaffen und Kooperation und Allianzen Schritt für Schritt zu entwickeln. Der Kunde mit seinen Anforderungen und Wünschen ist Basis für die Systemausprägung, die mandantenfähig und als offene Plattform angelegt ist.

Fünf Thesen für die Digitalisierung im ÖPV und die daraus resultierenden Herausforderungen stellte Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil, in den Mittelpunkt seiner Keynote.

  • Alle Lösungen müssen vom Kunden aus gedacht werden, nicht aus Sicht der Technologie. Technologie soll Probleme lösen, aber keine schaffen.
  • Kollaboration ist notwendig. Die technologischen Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Es macht keinen Sinn, dass jeder alles selbst entwickelt. Kooperation muss aber nicht nur zwischen den Unternehmen sondern auch im Unternehmen stattfinden. Lösungen sollen gemeinsam und partnerschaftlich entwickelt und dann allen zugänglich gemacht werden.
  • Die Vielfalt der Angebote muss auch in Zukunft gegeben sein. Es wird viele Lösungen geben, die nicht nur auf ein Medium zurückgreifen. Schon heute sind die Kunden mit allen möglichen Medien und schicken Apps unterwegs.
  • Die Komplexität sollte so weit wie möglich reduziert werden, sie darf nicht abschrecken. Die einfachere Lösung ist oft die bessere.
  • Es ist wichtig, nie aus den Augen zu verlieren, wofür der Kunde bezahlt. Ohne die Basisqualität der Transportleistung ist alles andere wertlos. Der ÖPV ist nicht das Problem, sondern die Lösung. Das Gute noch besser zu machen, ist das Ziel.

Die Erfahrungen der MVG aus München zeigen, so berichtete Volker Krebs, dass die Fahrausweisprüfung für eine Reihe von Fällen nur sehr schwer im elektronischen Kontrollsystem abzubilden ist. Grundsätzlich dient der Kontrollservice der Einnahmensicherung des Unternehmens. Ein Bündel von Ursachen führt dazu, dass die Kontrollquote von Mitte der 90er Jahre bis heute von 70 auf 45 Fahrgäste je Stunde gesunken ist. Seit Einführung von Handy- und PrintTicket gilt: Jedes eTicket muss auch elektronisch gelesen werden können. Dazu haben MVG und MVV ein ganzes Spektrum von Prüf- und Sicherheitskriterien definiert. Geprüft wird mit Mobilen Datenerfassungsgeräten (MDE) und Einstiegskontrollsystemen über Barcode-Scanner. Der kontrollierte Vordereinstieg im Bus erforderte eine umfassende Information der Kunden, massive Schulung des Fahrpersonals und für beide Gruppen eine Eingewöhnungszeit. Nur so wurde die Handhabung akzeptiert und das notwendige Vertrauen in das System konnte aufgebaut werden. Die Verkaufszahlen im eTicketing haben sich innerhalb von 10 Monaten nahezu verdoppelt. Da die Prüfzeiten/Kontrollzeiten bei Barcode-eTickets 1,6 Mal so hoch sind wie bei konventionellen Fahrscheinen, sind Alternativen dringend erforderlich. Die Ausgabe von Chipkarten für spezielle Gruppen wird unvermeidbar, obwohl die eigentliche Zukunft dem Smartphone mit NFC u.ä. gehört.
Die Welt der Zahlverfahren hat sich stark verändert. Erkan Kilic, GS1 Germany, stellte NFC aus der Sicht des Handels vor. Die heutige Vielfalt von eWallets und mWallets ist nicht transparent. Neu hinzu kommt das Contactless Payment via NFC.  Die NFC-Marktdurchdringung im Handel ist gestützt auf NFC Cards und NFC Smartphones. NFC Eco Systeme sind in ihrer Funktionalität auf Payment, Coupon, Loyality und Advertising ausgelegt. Beispiele aus den USA sind Apple Pay auf Smartphone-Basis und Kooperation mit Banken oder SoftCard Wallet als Partner von Kreditkatenunternehmen. In Deutschland ist Mobile Payment in etwa 200 Unternehmen mit unterschiedlichen Systemen eingeführt. Deutschland ist gegenüber diesen Verfahren relativ resistent, so dass noch kein Durchbruch erzielt werden konnte. Die Banken setzen für die Zukunft auf NFC.  Der Handel dagegen ist noch unentschieden, eine 5% Marktdurchdringung mit NFC-Geräten ist dort Voraussetzung für NFC-basiertes Payment. Der Auftakt für ein nationales Rollout kann das Projekt „NFC City Berlin“, an dem eine Reihe von Handelsketten beteiligt ist, werden.
Oliver Waltes, VDV eTicket-Service, wies darauf hin, dass ein NFC Eco System für den ÖPV noch nicht verfügbar ist. Der Datenaustausch mit NFC ist noch nicht hinreichend standardisiert, für Datenübertragung haben Chips und NFC Smartphones unterschiedliche Normierungen ( ISO 14443 bzw. 18082/21481). Die unterschiedliche technische Platzierung des Secure-Elements und unterschiedliche Antennengrößen wirken erschwerend. Die Sicherheitsanforderungen der NFC-Anwendungen sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Studie „Mobile in Retail“ hat ergeben, warum NFC noch nicht eingesetzt wird. An erster Stelle der Herausforderungen steht „Gewährleistung von ausreichender Sicherheit“, aber auch „Kundenakzeptanz herstellen“ und „Marktfähige Lösungen etablieren“ liegen ganz vorn. Im ÖPV ist die ordnungsgemäße Barcode-Prüfung zukünftig nicht mehr wirtschaftlich. Bei NFC zeigt sich eine deutlich bessere Kostensituation. Bei der Betrachtung eines Organisationsmodells für ein ÖPV NFC Ecosystem zeigt sich, dass eine ganze Reihe offener Fragen zwischen der Telekommunikationswelt und dem ÖPV zu klären sind. Bei der Suche nach einer Systemlösung wird deutlich, dass SIM-Rental für Deutschland zunächst die wahrscheinlichste Ecosystemvariante sein wird. Der nächste Schritt für die Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen ist nun die Teilnahmeentscheidung. Basis für so eine Entscheidungsfindung sind Preisabfragen der VDV eTicket Service (VDV-ETS) bei Systemanbietern der Mobilfink-Welt. Mit diesen Informationen wird VDV-ETS interessierte Verkehrsunternehmen und –verbünde bei den nun notwendigen Betrachtungen unterstützen.
Der „Marktplatz NFC“ bot die Möglichkeit, die NFC-Payment-Systeme verschiedener Anbieter, die heute schon am Markt sind, zu testen. Telekom Deutschland, Vodafone und E-Plus Mobilfunk/Telefónica waren die Aussteller. „NFC zum Anfassen“ wurde auch an einem Elektroauto demonstriert, das Aufschließen und in Betrieb setzen erfolgt per Smartphone.
Drei Foren haben die Basis für Diskussionen und Erfahrungsaustausch geboten. Das Thema „Vom Verkehrsunternehmen zum IT-Spezialisten dank eTicketing“ beleuchtete die Herausforderung an die IT im Unternehmen und an die Mitarbeiter. Auch die Fragen „selbst machen vs. Outsourcing“ und „allein oder gemeinsam“ wurden diskutiert. Gegenstand der Diskussion „Fakten aus der Datenflut“ waren die Potentiale, die mit den Daten, die heute schon vorhanden sind, zur Verfügung stehen. Die Antwort auf die Frage „Gibt es Geschäftsmodelle für das Angebot integrierter Mobilitätsdienstleistungen?“ erfordert noch viel eigene Innovationskraft, zielorientiertes Vorgehen und Visionen.

 

Bilder: © Medienzentrums Wuppertal


50. KONTIKI - KONFERENZ MANNHEIM

26. – 27. Juni 2014
BIG DATA – ist der ÖPV datensicher?

Big Data, die Herausforderung an Datensicherheit und Datenschutz, wurde in vielen Facetten während der 50. Konferenz in Mannheim diskutiert. MinR Johannes Landvogt, Leiter Technologischer Datenschutz, Informationstechnik, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Bonn/Berlin hat  Big Data – Die Herausforderung an Datensicherheit und Datenschutz präsentiert. Heute schon mögliche Angriffsszenarien wurden von Gerd Stefan Brost (M.Sc.) vom Fraunhofer Institute AISEC, Garching, dargestellt. Einen Erfahrungsbericht über Security Aspects for Interoperable Account-Based Ticketing hat Dr. Bas van Os, CEO, The Open Ticketing Institute (OTI), Amersfoort/NL, abgegeben. Über Datenschutz und Datensicherheit beim eTicket RheinMain berichtete Tanja Verdezki, Sachgebiet Verkehr und Verkehrsbetriebe beim Hessischen Datenschutzbeauftragten, Wiesbaden. Die Aufgaben der Regiegesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit wurden von  Nils Zeino-Mahmalat, Geschäftsführer, VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln, erläutert. Mit Big und Smart – die neue Datenwelt des ÖPV haben sich die Konferenzteilnehmer in der Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch, Hessischer Datenschutzbeauftragter, und den Referenten J. Landvogt, Dr. Bas van Os und Nils Zeino-Mahmalat auseinandergesetzt, die Moderation hatte Horst Stammler. Volkhard Malik, Geschäftsführer, Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), Mannheim, hat die Entwicklung vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund dargestellt und Marcel Hebeler, Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), Mannheim, hat über Mobilität und Social Media im rnv berichtet. Effizient, kompakt und zukunftsorientiert beschäftigten sich die Foren in Mannheim mit folgenden Themen: Forum 1 - Datenschutz, Datensicherheit beim EFM-System der Stadtwerke Münster – wurde von Janine Gerland, stellv. Teamleiterin eTicket / Technischer Vertrieb, Stadtwerke Münster, darstellt. In Forum 2 wurde sehr lebhaft  mit  Marc Fleischhauer, Geschäftsführer, ADAC Touring GmbH, über die Herausforderungen des Ticketing im Fernbusmarkt diskutiert und in Forum 3 wurde  Big Data mit Bezug zu Datenschutz und Datensicherheit im ÖPV von Stefan Haertelt, Global Sales Manager SAP, HANA & Big Data, T-Systems International GmbH, dargestellt. Auf der Agenda standen auch die (((eTicket Deutschland NEWS von Sjef Janssen, Geschäftsführer, VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, Köln. IP-KOM-ÖV - OpenService für die konsistente Fahrgastinformation - war das Thema von Berthold Radermacher, Telematik, Informations- und Kommunikationstechnik, VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Elmar Sticht, Forschungsmanagement, TÜV Rheinland Consulting GmbH, berichtete über die Initiative für den ÖPNV der Zukunft – Der Forschungsschwerpunkt „Von Tür zu Tür“ des BMWI. Den Stand des Forschungsprojektes (((eSIM 2020 stellten Paul Schmitz, Key Account Manager, Scheidt & Bachmann GmbH, und Reinhard Reher, Projektleiter, Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, dar. Die wachsenden Datenmengen, die zunehmende Leistungsfähigkeit der Systeme und der effiziente Zugriff in Echtzeit standen im Zentrum von Big Data. 120 Verkehrs- und eTicketing – Experten sind der Einladung gefolgt und haben in Mannheim mehr darüber erfahren, wie Big Data die ÖPV-Welt verändern wird und welche tiefgreifenden Auswirkungen zu erwarten sind. Es gab sehr engagierte Diskussionen über die Chancen und Herausforderungen, der modernen Technologien für den ÖPV.

 

 

49. Kontiki - Konferenz Mainz
20. – 21. März 2014

Die Kontiki-Konferenz Mainz war genau der richtige Ort, um Praxisbeispiele und unterschiedliche Strategien für die Systemintegration zu diskutieren. Jörg Puzicha, Rhein-Main Verkehrsverbund Servicegesellschaft, rms, informierte über das eTicket Rhein-Main 2020 - von Stufe 2 bis BIBO. HOLM, das interdisziplinär und branchenübergreifend arbeitende Forschungs- und Bildungszentrum im Bereich Logistik und Mobilität wurde von Michael Kluger vorgestellt. Der Aufbau und Betrieb einer B2B Plattform für Mobilitäts- und andere Dienstleistungen war das Thema von Dr. Michael Schlick, Bosch Software Innovations GmbH. Sjef Janssen, VDV eTicket Service GmbH & Co. KG, brachte die 143 Teilnehmer mit den (((eTicket Deutschland NEWS auf den neuesten Stand in Sachen Kernapplikation. DELFIplus und die Servicekette wurden von Thomas Giemula, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, BMVI, und Reiner Dölger, Ministerium des Inneren Rheinland-Pfalz, ISIM, erläutert. Der eTicketPVmanager, spielt eine zentrale Rolle bei der Migration zur VDV-Kernapplikation. Bernd Pieper vom KCEFM des VRR stellte das Open Source Produkt vor. Die Rolle von mobilen Anwendungen im ÖPNV-Vertrieb - Konzeption und Lessons Learned im Kontext des Projektes Stuttgart Services wurden von Dr. Markus Raupp, Stuttgarter Straßenbahnen AG, präsentiert. Im Forum 1 wurden NFC Eco Systems und deren notwendige Zusammenarbeit, von Oliver Waltes, VDV eTicket Service GmbH, vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Der aktuelle Stand der KA Zertifizierung war das Thema im Forum 2, das Impulsreferat wurde Elke Fischer, VDV eTicket Service GmbH, gehalten. Forum 3 beschäftigte sich mit Kunden und ihren Mobilitätsanforderungen. Dieter Albert, points Gesellschaft für digitale Informationssysteme mbH, stellte PERSONAS vor. Die Kontiki-Konferenz Mainz deckte eine Bandbreite wegweisender Entwicklungen ab, die in intensiven Diskussionen mit den Referenten vertieft wurden.

 

48. KONTIKI-KONFERENZ IN NÜRNBERG
19. - 20. September 2013

Vertriebskanal-Mix

In Nürnberg standen neue Informations- und Vertriebswege im eTicketing, Online-Tickets oder Echtzeitinformation, kurz die Veränderung des Kommunikationsverhaltens und das daraus resultierende Umdenken im Vertrieb auf der Agenda. Die Veranstaltung widmete sich Themen, die derzeit im Vertrieb im Mittelpunkt stehen. Klaus Dechamps, Leiter Märkte und Absatz, Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, und Thomas Seyfried, Geschäftsbereichsleiter Verkauf, Verkehrs-AG Nürnberg, präsentierten die unterschiedlichen Facetten ihres Vertriebskanal-Mix. Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, beleuchtete den Vertrieb der Zukunft. Der eTicketing-Ansatz des HVV, Hamburger Verkehrsverbund, wurde von Matthias Wiarda, Leiter Tarif/Vertrieb, dargestellt. Über die Erfahrungen der Münchner Verkehrsgesellschaft bei der Einführung von Handy-  und Onlineticket berichtete Hans-Volker Krebs, Leiter Vertrieb, MVG. Die Arbeiten, die zum ))Kontiki eTicket-Preis)) eingereicht wurden, präsentierte Prof. Dr. Rainer Söllner und Prof. Knut Ringat nahm die Verleihung des ))Kontiki eTicket-Preises)) an die Gewinner vor. Die beiden Gewinner haben ihre Arbeiten im Forum 1 präsent. Im Mittelpunkt der Foren stand selbstverständlich auch der Vertrieb. Mit Dr. Lutz Martiny, achelos GmbH, konnten die Teilnehmer über Multiapplikation diskutieren und das Tarifkalkulationsmodell des VRR stellte Heinz Hauschild, Marketing des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, vor. Mit den (((eTicket Deutschland NEWS und dem Blick nach Europa begann nach der Mitgliederversammlung das Plenum am Freitag. Die Ergebnisse des PKM-Projektes (Produkt- und Kontrollmodule) wurden von Dr. Torsten Gründel, Fraunhofer-Institut Verkehrs- und Infrastruktursysteme, IVI, präsentiert und Nils Conrad, Leiter KCEFM, berichtete über den Stand der Machbarkeitsstudie EFM 3 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. In der Podiumsdiskussion waren neben der crossmedialen Integration der verschiedenen Vertriebskanäle auch die Prüfung und Kontrolle zur Einnahmensicherung wesentliche Themen.
Im Abschluss-Plenum berichtete Ralf Nachbar, Stellv. Vorsitzender Kontiki, über die Diskussionen in den Foren. Die Gewinnerarbeiten des ))Kontiki eTicket-Preises)) zu den Themen BIBO und Tarif wurden in Forum 1 vorgestellt. Die Multiapplikation, Forum 2, wird sehr unterschiedlich umgesetzt, es gibt noch keine Struktur und kein Vorgehensmodell. Die Vision eines Komplettanbieters nicht-administrativer öffentlicher Dienstleistungen verlangt von den derzeitigen Anbietern über den Tellerrand ihres eigenen Verantwortungsbereiches zu schauen und nach Synergien mit anderen Geschäftsbereichen und Anbietern zu suchen. Die Realisierung einer solchen Vision setzt ein anderes Managementverständnis und -verhalten bei den Verantwortlichen voraus. Entwickeln sich die Verkehrsunternehmen zum Mobilitätsdienstleister oder übertragen sie Teile ihres Geschäftes auf andere. Entweder treffen sie die Entscheidung selbst oder sie wird von anderen getroffen. Die Automatisierte Fahrpreisfindung -EFM3- wurde in vielen Facetten im Forum 3 beleuchtet. Das Tarifkalkulationstool des VRR und die unterschiedlichen Erwartungen an ein derartiges Tool wurden deutlich. Die Grundlagen sind gelegt, weitere Entwicklungsschritte werden auf folgenden Kontiki-Konferenzen vorgestellt.
Horst Stammler, Vorsitzender Kontiki, schloss die 48. Kontiki-Konferenz in Nürnberg mit dem Hinweis, dass die beiden Tage eine gute Mischung aus Information, Diskussion, Ermunterung und Aufbruch geboten haben, aber auch die Mahnung, dass noch Hausaufgaben zu erledigen sind.


47. Kontiki-Konferenz in Heilbronn
13. – 14. Juni 2013

In Heilbronn wurden viele Facetten der automatisierten Fahrpreisberechnung, der Ausbauvariante 3 des Elektronischen Fahrgeldmanagements, in Plenarvorträgen dargestellt. Minister Hermann betonte, dass er alle Formen nachhaltiger Mobilität vernetzen wolle. In einem Round-Table-Gespräch diskutierten der Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann, und Landrat Detlef Piepenburg, Heilbronn, mit Ingrid Kühnel, Kreisverkehr Schwäbisch Hall und Sjef Janssen, VDV-Kernapplikation, Moderation Horst Stammler, Vorsitzender Kontiki, wie die neuen Technologien die Möglichkeiten für einen kundenfreundlichen ÖPV erweitern, auch Finanzierung und Fördermittel wurden angesprochen. Gerhard Gross, Geschäftsführer des HNV, Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr, berichtet über das gerade neu eingeführte (((eTicketHNV und die strategischen Ziele; Heilbronn ist die erste deutsche Großstadt, die ein check-in/check-out System einführt. Hans-Andreas Hoffmann, Projektleiter, Kreisverkehr Schwäbisch Hall, stellte die Umsetzung der Interoperabilität dar. Die aktuellen Herausforderungen nach 10 Jahren eTicketing in Schwäbisch Hall erläuterte Ingrid Kühnel, Geschäftsführerin, Kreisverkehr Schwäbisch Hall. Die regionale Vermittlungsstelle, das landesweite Hintergrundsystem für ganz Baden-Württemberg, wurden von Norbert Kuhnle, Prokurist des NVBW, und Thomas Hornig, Geschäftsführer highQ Computerlösungen GmbH, präsentiert. Außerdem standen die Veränderungen, die sich durch die eKontrolle ergeben, auf der Agenda. Zum praktischen Testen stellten die Stadtwerke Heilbronn Busse mit Kartenlesern und Prüfgeräten bereit. Dr. Susanne Grün, Fachbereichsleiterin Vertrieb des VöV Schweiz, Verband Öffentlicher Verkehr, berichtete über das elektronische Ticketing in der Schweiz und Reinhard Schulte, Hauptabteilungsleiter Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke Münster, stellte die ersten Erfahrungen der im März eingeführten PlusCard Münster dar. Mit den (((eTicket Deutschland NEWS von Sjef Janssen, Geschäftsführer VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG,  und Michael Hegenbarth, Senior Director Standardization der Bundesdruckerei, Berlin, der die neusten Entwicklungen der internationalen Standardisierung vorstellte,  begann das Plenum am Freitag. Drei Foren boten die Gelegenheit, sich 1) über den neusten Stand der Entwicklung von BiBo-Systemen und die Perspektiven der Raumerfassung zu informieren, 2) genau zu erfahren, wie es mit der Smartphone-Strategie weitergeht oder 3) sich mit den tariflichen Perspektiven von EFM 3 auseinander zu setzen. Ausführlichere Information finden Sie unter Publikationen / Presse / 47. Konferenz

46. Kontiki-Konferenz in Münster
28. Febr. – 1. März 2013

Multiapplikation – Mobilität und mehr auf einer Karte
Zur 46. Kontiki-Konferenz kamen über 160 Verkehrs- und EFM-Experten nach Münster, um über das hochaktuelle Thema der Multiapplikation und möglicher Zusatzleistungen im Bereich der Mobilität zu diskutieren. Mit dem Thema „Multiapplikation – alles auf eine Karte“ setzte Kontiki die Themenreihe zur kundenbezogenen Anwendungsorientierung fort. Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern waren in Münster dabei. In der Fahrradhauptstadt Nr. 1 ging zeitgleich zur Kontiki- Konferenz die PlusCard Münster an den Start, derzeit eines der spannendsten eTicket-Projekte in Deutschland.
Dr. Hermann Paßlick, Verbandsvorsteher des NWL, hob hervor, dass EFM eine wesentliche Herausforderung ist. Steigende Fahrgastzahlen und die konsequente Weiterentwicklung eines westfälischen Gemeinschaftstarifs bis hin zum WestfalenTicket stehen auf der Agenda. Die Zukunft sieht der NWL in der „Mobilität in der Tasche“, multimodal und bargeldlos. Dr. Henning Müller-Tengelmann, Kfm. Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, betonte, dass es Ziel der Stadtwerke Münster ist, mit der Multiapplikationskarte im ÖPNV die Menschen im Alltag und in der Freizeit mit attraktiven Angeboten zu begleiten und somit den Ertrag zu steigern. In Zukunft wird es darauf ankommen, den ÖPNV für Jugendliche noch attraktiver zu machen. Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke Münster, berichtete über die neue PlusCard und ihre Bedeutung für Münster. Ein strategisches Ziel der Stadtwerke ist, im ÖPNV mittelfristig 15 % Marktanteil bei weiterhin hoher Kundenzufriedenheit zu erreichen, wobei das Wachstum auf Kosten des motorisierten Individualverkehrs erfolgen soll. Alles auf einer Karte, Mobilitätsvernetzung von Bus, Taxi, Bahn, Parken, Carsharing, Elektro-Mobilität, das bedeutet multimodale Mobilität. Ergänzt wird das Angebot durch den bundesweit ersten dynamischen Tarif, durch Informations- und Buchungsportale und viele weitere Serviceangebote aus Kultur- oder Sportbereich. Aber auch kommerzielle Partner werden mit eigenen Services auf der Stadtwerke PlusCard vertreten sein. Frederick Koddenberg, Leiter Verkehrsmarketing der Stadtwerke Münster, zeigte die wichtigen Punkte auf, die bei der eTicket-Inbetriebnahme zu beachten sind. Fazit: Einfachheit kommunizieren und den Kunden begeistern führt zum Erfolg der neuen multimodalen Mobilität mit den vielen weiteren Serviceangeboten.
Thomas Bold, Leiter Marketing & Vertrieb, Stadtwerke Augsburg, stellte das eTicket als Komponente der swa- Kundenkarte vor. Die KAROCARD war für die Funktionen Kundenkarte, Zutrittskontrolle, Catering, Parken und Zeiterfassung ausgelegt. Die Entwicklung zur City Card ist geplant. Die KAROCARD wird zur VDV-KA-Karte migriert, als weiteres Trägermedium sind Smartphones geplant. Die zentrale Aufgabe der Kundenbindung wird voll erfüllt. swa machte die Erfahrung, dass die Komplexität des Projekts stark unterschätzt wurde. Bei der Umsetzung wurden die Prozesse den Systemen angepasst.
José Luis Castrillo, Via Verkehrsgesellschaft mbH, schilderte die Ausgangssituation des vorhandenen elektronischen Semestertickets und des Vertragsdreiecks Verkehrsunternehmen – Universität – Asta. Auf der multifunktionalen Chipkarte ist Verkehr nur eine von acht Funktionen. Die Geschäftsprozesse müssen an kleinteilige Vertriebssysteme angepasst werden und zur weiteren Entwicklung des Nutzermedien-Spektrums und der Mehrwertdienste führen. Etienne Graindor, Manager Belgian Mobility Card, zeigte auf, mit welcher Kartenstruktur Multimodalität / Multifunktionalität von BMC, einer Tochtergesellschaft der vier Verkehrsbetreibergesellschaften in Belgien, realisiert wird. BMC hat insbesondere die Aufgabe, eine multinationale Interoperabilität zu entwickeln, hauptsächlich mit Frankreich, Luxemburg und Deutschland, unter Verwendung der TRIANGLE Funktion, einem gemeinsamen Sicherheitsschlüssel für den kommerziellen Gebrauch einer vor Ort ausgestellten Karte.
Till Ponath, Leiter Marketing des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, stellte als Ziel der Marketingstrategien für eine multimodale Mobilität die Erhöhung des Marktanteils für das Produkt Mobilitätsdienstleistung in den Vordergrund. Der ÖPNV hat sich bei seinen Strategieplanungen vor allem mit Zugangshemmnissen und seiner fehlenden Flexibilität auseinanderzusetzen. Die Wahl des Transportmittels verlangt vor allem, das Spektrum an verfügbaren Möglichkeiten im Bewusstsein des Kunden zu verankern. EFM bietet Chancen sowohl für Zugangserleichterung als auch für tarifliche Verschränkung. Dr. Markus Raupp, Leiter Marketing, Stuttgarter Straßenbahnen AG, präsentierte das Projekt „Stuttgart Services“ als Leitprojekt des Antrages des Landes Baden- Württemberg im Rahmen des Wettbewerbs „Schaufenster Elektromobilität“. Zum Nutzen des Kunden und zur Stärkung des Nachhaltigkeitsverbundes ist geplant, den ÖPNV, individuelle eMobilität, Bezahlfunktion und städtische Dienstleistungen in Stuttgart auf einer Plattform zu integrieren. „Stuttgart Services“ umfasst Multimodalität, eTicketing, Elektromobilität, vertriebliche Herausforderungen und die Einbindung vieler Partner und Dienstleistungen.
Sjef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG, präsentierte die (((eTicket Deutschland News. Er gab den aktuellen Stand der Zentralen Systeme und Releases an, zeigte die Deutschlandkarte mit aktuell 170 Verträgen und gab dann einen ausführlichen Überblick über eTicketing in Europa und den Status der Standardisierung. Ein landesweites eTicketing gibt es in den Niederlanden, in Planung ist es in Belgien, Luxemburg und Dänemark. Europa geht in Richtung offener Standards. Multimodalität und Multiapplikation, Verknüpfung von Reiseinformation und Ticketing mit Hilfe des Smartphones setzt sich durch. Oliver Waltes, VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG, stellte IPSI (Interoperables Produkt-Service Interface) für Smartphones, vor, das als unterstützendes System den Wettbewerb von Vertriebskanälen ermöglicht. Der Start von IPSI ist für Anfang 2015 geplant.
Anne Grünkorn, DVB LogPay GmbH, und Torsten Uhe, Atos Worldline, sprachen in einer Einführung zu SEPA (Single Euro Payment Area) über die arbeitsintensiven und kostenträchtigen Konsequenzen des ab Februar 2014 obligatorischen SEPA Verfahrens für die Verkehrsunternehmen. Der Hinweis, mit den erforderlichen Änderungen in den Prozessabläufen rechtzeitig zu beginnen, sollte ernst genommen werden.
In den Foren wurden eine Studie zur Umsetzung von multimodalen Mobilitätskonzepten vorgestellt. Das Fahrradsystem der Mainzer Verkehrsbetriebe, ein sehr erfolgreiches Projekt, war ein weiteres Thema. Das ID Ticketing auf VDV-KA-Basis wurde anhand eines sehr ambitionierten Projektes in Stuttgart dargestellt. Es war der Blick in eine andere Richtung, die sehr intensiv und kontrovers diskutiert wurde.
Als Fazit der Konferenz kann festgestellt werden, dass ein reines eTicket nur für den ÖPNV nicht mehr zeitgemäß ist, der Kunde erwartet mehr. Die Mobilitätskarte ist der Schlüssel zu multimodaler Mobilität und Multiapplikation, wobei der ÖPNV die Basisdienstleistung erbringt.


45. Kontiki - Konferenz Potsdam
27. – 28. September 2012 

Lessons Learned – Berichte aus der täglichen Praxis des eTicketing bestimmten die Agenda der 45. Kontiki-Konferenz in Potsdam: Staatssekretär Rainer Bretschneider, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, sprach über die ÖPV-Entwicklung in Brandenburg, Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des VBB, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, über den Verkehr in der Hauptstadtregion und Sarah Böhm, Prokuristin ViP, Verkehrsbetrieb Potsdam, über die Perspektiven des Nahverkehrs in der wachsenden Stadt Potsdam.  

Dr. Matthias Stoffregen, Bereichsleiter Tarif und Marketing, berichtete über die eTicketing-Erfahrungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Die Herausforderungen bei der Einführung von Handy- und (((eTicket stellte Lars Kramer, Informationstechnologie, Berliner Verkehrsbetriebe, BVG, dar. Touch&Travel, die aktuelle Entwicklung und Erfahrungen, präsentierte Dr. Marcus Gemeinder, Projektleiter Touch&Travel, DB Mobility Logistics AG. Schrittweise zum Erfolg – das (((eTicket in Nordrhein-Westfalen - war das Thema von Markus Omers, Stellv. Leiter KCEFM, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Jörg Puzicha, Geschäftsführer rms Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft, stellte das mandantenfähige verbundweite Hintergrundsystem dar. Die Podiumsdiskussion mit Stefan Jacobs, CUBIC Deutschland, Helmut Jaskolka, Systemtechnik, Jörg Puzicha, rms, Markus Omers, VRR, Dr. Matthias Stoffregen, VBB, und Robert Welter, HVV, beschäftigte sich eingehend mit den Lessons Learned, die in den Vorträgen dargestellt wurden. Die (((eTicket Deutschland NEWS, Aktuelles, Themen und Hintergründe, von Sjef Janssen, Geschäftsführer VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG, eröffneten das Plenum am Freitag. fanta5, bargeldlos durch 5 Verbünde, war das Thema von Martin Runkel, Tarif&Vertrieb RVF, Regio-Verkehrsverbund Freiburg. Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, berichtete über erste Erfahrungen mit eTicket und Datenschutz. Urbane Mobilität und die anbieterübergreifende Vernetzung mit moovel waren das Thema von Jörg Landefeld,  Manager Strategy Merceds Benz Cars - Cooperation Management & Strategy Process, Daimler AG. 

In drei Foren diskutierten die 130 europäischen Teilnehmer über die Änderungen im Ver- und Betrieb durch das (((eTicket, beschäftigten sich mit FAQ und dem, was die Kunden wissen wollen, setzten sich mit den Erfahrungen mit der Anbindung an KOSE und ION auseinander.

44 Kontiki-Konferenz in Köln, 21 - 22 Juni 2012

© Köln Tourismus GmbH / Udo Haake

Die Kontiki-Konferenz Köln setzte auf vernetzte Kommunikation im EFM: Menschen - Daten - Systeme, wobei der Fokus auf der Kommunikation mit und durch die beteiligten Akteure lag. Auch für ein brillant geplantes EFM-Projekt ist entscheidend, wie die Strategie in unternehmerische Aktivitäten umgesetzt wird. Die Realisierung von Synergien ist strategisch relevant und keineswegs trivial. Zusammenarbeit über Funktions-, Hierarchie- und sogar Unternehmensgrenzen hinweg bündelt unterschiedliche bzw. komplementäre Ressourcen und Kompetenzen. Social Capital, gute und vertrauensvolle Beziehungen, sind notwendig für eine gelungene Kooperation, damit aus dem eTicketing-Projekt mehr wird, als die Summe seiner Einzelteile. Kommunikation steuert den Erfolg. 128 Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern kamen zur 44. Kontiki-Konferenz nach Köln und diskutierten über interne Kommunikation für erfolgreiche eTicketing-Projekte. Im Plenum sprachen Dr. Schmidt-Freitag, Geschäftsführer Verkehrsverbund Rhein-Sieg, Alain Flausch, Secretary General of the International Association of Public Transport (UITP) und  Jürgen Fenske, VDV-Präsident und Vorstand Kölner Verkehrs-Betriebe AG.  Birgit Strecker, Verkehrsverbund Rhein-Sieg, und Holger Fritsch, Nahverkehr Rheinland, referierten über die Lösung von Kommunikationsproblemen bei Großereignissen. Verkehrsträgerübergreifende Vertriebskonzepte innerhalb einer mehrere Verkehrsverbünde umfassenden Region stellte Hendrik Wagner, Verkehrsverbund Oberelbe, vor. Dr. Carsta Herpich, Berliner Verkehrsbetriebe, präsentierte das umfassende Kommunikations- und Ausbildungskonzept der BVG. Und Sean MacNiven, SAP, zeigte auf, dass die Interne Kommunikation durch die neuen Techniken und Social Media viele neue Chancen bringt, aber auch Risiken birgt. An der Podiumsdiskussion nahmen Peter Burggraf, Kölner Verkehrsbetriebe, Ralf Nachbar, Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft, und Sean MacNiven, SAP, teil. In fünf Foren wurde nach Impulsvorträgen sehr intensiv diskutiert. Forum 1 Bestehende HandyTicket-Systeme & VDV-Smartphone-Strategie verfolgen identische Ziele und sind als gegenseitige Ergänzung zu verstehen. Im Forum 2 d(((eti, Distribution elektronischer Tickets über das Internet, wurde die Software vorgestellt. Im Forum 3, NFC-Strategie, wurde ein Round Table gegründet. Der Kunde soll sein Handy als Ticket benutzen können, zu klären sind noch Sicherheitsfragen und Preise. Forum 4 befasste sich mit der Finanzierbarkeit hoher technischer Anforderungen bei eTicketing-Projekten. Das Thema wurde aus der Sicht eines Verkehrsverbundes, eines Beraters und eines Herstellers beleuchtet. Im Forum KoMi, Kommunikation und Migration, wurde die erarbeitete Kommunikationsplattform erläutert und noch während der Präsentation live ins Internet gestellt.

43. Kontiki - Konferenz Hannover
01. - 02. März 2012

• © Hannover Tourismus

In der Mensch-Maschine-Interaktion gilt es, die Faktoren Mensch, Technik und Organisation optimal zu gestalten und zu vernetzen. 117 eTicketing- und Verkehrsexperten kamen zur 43. Kontiki-Konferenz nach Hannover. In Zeiten schnellen Wandels ist es wichtig, den Kunden intensiv zu beteiligen. Zeitlich und räumlich flexible Angebote und Informationen bieten viele neue Möglichkeiten in der Interaktion mit dem Kunden. 

Sjef Janssen,  VDV-Kernapplikations GMBH & Co. KG, informierte über die Ergebnisse der TaskForce „Strategie eTicket Deutschland“. Die Festlegungen der VDV-Kernapplikation zur Kundenschnittstelle stellte Elke Fischer vor. Aus der Praxis des Kundenmanagements berichtete Verena Obergfell, BOGESTRA. Einen Überblick über die Ergebnisse der Marktforschung zum Thema Interoperabilität gab Ralf Nachbar, Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft. Michael Hegenbarth, Bundesdruckerei, stellte die neuen Entwicklungen von Nutzermedium und NFC dar. Die Podiumsdiskussion beschäftigte sich mit der Kunden-Akzeptanz neuer Medien und Systeme. Ralf Birkenstock, WSW, Steffen Bork, HVV und Egbert Kluge, HAVAG, diskutierten erfolgreiche Praxisbeispiele. Wie Sie mit attraktiven Automaten Nähe zum Kunden herstellen und Servicequalität garantieren können, präsentierte Wolfgang Beinhauer vom Fraunhofer IAO. Und die (((eTicket Deutschland NEWS liefert wie immer in gewohnter Weise Sjef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH. 

Erfahrungsaustausch und konkrete Nützlichkeit standen im Mittelpunkt der sechs Foren, die aktuelle Themen zur Diskussion stellten. Die Konferenzteilnehmer diskutierten intensiv über den Vertrieb mit eTicket, das Versionsmanagement, das ION, Interoperabilitäts-Netzwerk, und ZVM, die zentrale Vermittlungsstelle, die EFM-Marktforschung (Elektronische Fahrgeldmanagement) und die Machbarkeitsstudie In-Out-Systeme. Bewährte Referenten, die im elektronischen Fahrgeldmanagement am Puls der Zeit stehen, sorgten für aktuelle Schwerpunkte und intensiven Dialog. Neue Ideen lassen sich in Umsatz und Gewinn umwandeln, wenn zentrale Kundenbedürfnisse erfüllt werden. Die Kontiki-Konferenz Hannover lieferte viele neue Impulse.


42. Kontiki - Konferenz Hamburg
22. - 23. September 2011


Hamburg: Hafen, St. Michaelis
Photo:www.mediaserver.
hamburg.de/C.Spahrbier

Die breite und selbstverständliche Nutzung des Internets macht deutlich, an Online führt kein Weg mehr vorbei. Mittlerweile sind Internet und Mobil-Telefonie zu Tempomachern für den Vertrieb und die Fahrgastinformation im ÖPV geworden. Die  42. Kontiki-Konferenz in Hamburg lieferte den 146 Teilnehmern Ausblick und neue Impulse für Serviceoptimierung, Verfügbarkeit und Einsparungspotentiale. Die Experten berichteten aus ihrer unternehmerischen Praxis. Über erste Erfahrungen mit dem (((eTicket Hamburg hat Matthias Wiarda, Leiter Tarif/Vertrieb/Marktkommunikation des Hamburger Verkehrsverbunds, informiert. Die Technische Visite war überaus gut besucht. Den Sachstand (((eTicket Deutschland aus Sicht des Bundes hat Niels Hartwig, Leiter Referat Personenverkehr, Öffentliche Verkehrssysteme, Radverkehr vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, BVMBS, dargestellt. Der Onlinevertrieb im Fernverkehr der DB war das Thema von Mathias Hüske, Leiter Online- und Agenturvertrieb, DB Vertrieb GmbH. Dirk Bestmann, Bereichsleiter Vertrieb und Verkehrswirtschaft, hat den Onlinevertrieb der Hamburger Hochbahn im ÖPNV und im SPNV dargestellt. Zur Bedeutung des Internet für Fahrgastinformation und Vertrieb wurde im Anschluss an die Vorträge mit den Referenten Horst Stammler, Geschäftsführer Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart, und Dr. Martell Beck, Leiter Marketing und Vertrieb, Stuttgarter Straßenbahnen AG, ebenso wie mit den anderen Rednern im Plenum diskutiert. Die (((eTicket Deutschland NEWS, fester Bestandteil jeder Konferenz, lieferte Sjef Janssen, Geschäftsführer der VDV-Kernappliaktions GmbH.

In den Foren standen die hochaktuellen Themen eTarif, Zertifizierung und EFM-Qualitätsmanagement auf der Agenda. Spannende Impuls-Referate, intensive Diskussionen und Erfahrungsaustausch bilden einen breiten Bereich der administrativen und operativen Fragen zum elektronischen Fahrgeldmanagement ab. Über Technische Möglichkeiten und Grenzen des eTarifs referierte Dr. Torsten Gründel, Fraunhofer-Institut Verkehrs- und Infrastruktursysteme. Innovative eTarife waren das Thema von Jörg Sarnes, Geschäftsführer mobilité  Unternehmensberatung. Ralf Nachbar moderierte das Forum. Unter der Überschrift Qualifizierte Abnahme von eTicket-Komponenten stellte Elke Fischer, Leiterin Applikationsmanagement und Zertifizierung, VDV-Kernapplikations GmbH, die Zertifizierung und Markus Omers, KCEFM, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, die EFM - Qualitätssicherung in NRW dar, moderiert von Nils Zeino-Mahmalat. Forum 3: Mit Steffen Bork, Projektmanager eTicketing HVV und Robert Welter, Leiter Informationstechnik HVV, „erfuhren“ die Konferenzteilnehmer das eTicket des HVV. Zeitgleich berichteten Martin Haase, EFM, Verkehrsverbund Oberelbe, und Markus O. Huber, Leiter Innovation und neue Geschäftsfelder, Rhein-Main-Verkehrsverbund, über die Zusammenführung der Projekte in der AG HandyTicket. Der Onlinevertrieb weist eine Vielfalt exzellenter Chancen für den ÖPV auf. Die Kontiki-Konferenz Hamburg bot neben den Vorträgen viele Möglichkeiten zum Netzwerken und zum gemeinsamen Weiterdenken von Ideen.


41. Kontiki - Konferenz London
19. - 20. Mai 2011


House of parliament
© Visit London

115 eTicketing-Experten aus 10 Ländern haben an der 41. Kontiki-Konferenz in London teilgenommen. London ist ein eTicketing Cluster, wie es in dieser Intensität kein zweites in Europa gibt. Der ÖPV in London hat seit der Einführung von Oyster® ein phänomenales Wachstum erlebt. Oyster® gilt als Benchmark für langjährig erfolgreichen Betrieb und für hohe Kundenzufriedenheit. Das System Transport for London konnten die Konferenzteilnehmer buchstäblich und praktisch mit der Oyster-Card erfahren. Die EFM Strategie Großbritanniens hat Jenny Borg, Head of Smart and Integrated Ticketing, Department for Transport (DfT) vorgestellt. Das Verkehrssystem-Management als Antwort auf die Herausforderungen durch Umwelt und Mobilität wurde von Steve Newsome, Head of International & European Affairs, Transport for London (TfL) präsentiert. Oyster®  als Teil einer Gesamtlösung wurde anhand von Marketingansatz, Vertriebskonzept und Integration „rail“ von Mike Tuckett, Head of National Rail Development, und Peter Lewis, Oyster Development Manager (TfL) dargestellt. Im Anschluss an die Vorträge wurde sehr lebhaft mit den Referenten diskutiert. Mit der Interoperabilität Oyster/ITSO/EMV hat sich Lindsay Robertson, Director Member Services, ITSO Limited, in seinem Vortrag auseinandergesetzt. Über die praktischen Ergebnisse einer ITSO-Anwendung in Schottland berichtete Peter Aylward, General Manager, ALMEX/UK, und in der fachbegleitenden Ausstellung zur ITSO – Anwendung Schottland konnte sich das Fachpublikum informieren. Themen wie die (((eTicket Deutschland NEWS von Sjef Janssen, Geschäftsführer, VDV-Kernapplikations KG, und ein Update über eTicketing in Dänemark von Knud Trubbach, KCW GmbH traffic-Kontor, standen ebenfalls auf der Agenda. Der 2. Tag stand ganz im Zeichen der Technical Visit der TfL-Einrichtungen. Das System Transport for London wurde praktisch erfahren (CICO • Von geschlossenen in offene Systeme • Vertriebseinheiten • British Rail). Unter dem Motto von Verkehrsunternehmen zu Verkehrsunternehmen stellte sich Peter Lewis, Oyster Development Manager, für die Beantwortung der vielen Fragen, die sich während der Besichtigungstouren ergeben hatten, zur Verfügung. Danach erläuterten Kevin Clark, Security Development Manager, London Underground, und Carl Horsman, Crime & Disorder Partnership Unit, das TfL-Sicherheitskonzept. Die Verkehrsleitzentrale (CentreComm) mit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 wurde von Mark Geldard, Manager CentreComm, sehr schwungvoll verbal und per Film dargestellt. Die Kontiki-Konferenz London bot sehr viel Raum für intensive Fachgespräche mit den Experten.


40. Kontiki - Konferenz Frankfurt/Main
03. - 04. Februar 2011


© Tourismus+Congress GmbH Frankfurt

Während der Kontiki - Konferenz in Frankfurt präsentierten mehrere Bereiche der Deutsche Bahn AG, welchen Beitrag die DB zur Herstellung eines deutschlandweiten eTicketing leisten wird. Birgit Bohle, DB Vertrieb, betonte den Stellenwert des eTicketing, wenn es dem Kundenvorteil dient und wirtschaftlich ist, und nannte als weitere Leitblanken der DB die Interoperabilität und die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Matthias Hüske, DB Vertrieb GmbH, stellte die eTicket-Strategie der DB vor. Touch&Travel auf dem Weg in den Regelbetrieb präsentierte Dr. Markus Gemeinder, DB Mobility Logistics AG. Der Vortrag In-/Out-Systeme im ÖPV von Walter Noé, RMV, und Angela Wendt-Reise, DB Mobility Logistics AG, wurde von Walter Noé vorgestellt. Marc Herberz, DB Systel GmbH, und Steffen Bork, HVV, berichteten über die Erfahrungen bei der Integration der DB in das eTicketing des Hamburger Verkehrsverbundes, Mark Meyer-Eppler, DB Systel GmbH, und Sven Krogull, MDV, berichteten über den Mitteldeutschen Verkehrsverbund. Sebastian Scholz, DB Vertrieb GmbH, und Christine Wierach, RMV, berichten über die praktischen Ergebnisse der Integration der DB in das regionale EFM-Projekt des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Das Sicherheitsmanagement bezogen auf die Projekte der Verbünde wurde von Wolfgang Holzerland, DB Vertrieb GmbH, dargestellt. Mit den (((eTicket Deutschland NEWS brachte Sjef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH, die 135 internationalen Konferenzteilnehmer auf den neusten Stand der KA-Projekte. In den Plenardiskussionen wurden die präsentierten Themen im Detail mit den Referenten diskutiert.

Als Zukunftswerkstatt hatten die Kontiki-Arbeitsgruppen zur dynamischen Information und topaktuellen Kommunikation vier Foren eingerichtet, dies kann als sehr gelungen betrachtet werden. Walter Noé und Ralf Nachbar haben Impulsreferate im Forum A zum Thema Stadt-Expressticket gehalten. Im Forum C ging es um die Kommunikation und Marketing bei der Einführung von EFM-Systemen. Das Projektes KoMi wurde von Wolfgang Schneider präsentiert. Am 4.2. haben Klaus Hoffmann, Anne Grünkorn und Ulrich Büchler im Forum B Impulsverträge zum Thema Clearing gehalten. Im Forum D berichteten Dr. Johannes Theissen über BiBo und Matthias Jost über die CleverCard als eTicket in Frankfurt. Die Schaffung einer einheitlichen Ticket-Plattform ist eine Herausforderung für den gesamten Öffentlichen Personenverkehr. Die 40. Kontiki-Konferenz hat erfolgreich zur intensiven Kommunikation und Zusammenarbeit aller Beteiligten beigetragen.


39. Kontiki - Konferenz Halle/Saale
16. - 17. September 2010

 

Im Mittelpunkt der 39. Kontiki-Konferenz standen Erfahrungsberichte aus erfolgreichen Anwendungen im Kontext mit der Vorstellung von aktuellen Projekten aus der Initiative (((eTicket Deutschland. 92 internationale Teilnehmer sind zur Konferenz nach Halle gekommen. Ein Erfahrungsbericht mit Ausblick auf weitere Migrationsschritte im eTicketing des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes wurde von Alexa Prätor, MDV, und Egbert Kluge, HAVAG, präsentiert. INNOS-HGS 1 soll die Lücke zwischen bisher proprietären Insellösungen und bundesweiter Interoperabilität von eTicket Deutschland schließen. Die praktischen Ergebnisse des Projektes INNOS-HGS 1 der Partner VBB, VVO und RMV wurden von Dr. Manfred Ritschel, TCAC GmbH, und Ralf Nachbar, Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft, dargestellt. Das betrifft auch die notwendigen Rahmenbedingungen, um alle potenziellen Anwender von EFM in Deutschland in ein interoperables System einbinden zu können. Mit den (((eTicket Deutschland NEWS zeigte Drs. Ing. Jozef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH, den Stand der KA-Projekte auf. Walter Noé, RMV, stellte unterschiedliche Aspekte des VDV-Barcode als ein neues Element in der VDV-KA vor. In einer lebhaften Plenardiskussion wurden alle Themen im Detail mit den Referenten diskutiert. 

Die Kontiki – Arbeitsgruppe Migration hat sich mit dem Stadt-Expressticket und Erfahrungsberichten aus Projektplanung und -Umsetzung befasst.  WG Interoperability setzte die Typisierung der Europäischen Interoperabilität fort und in der AG Mobilität wurden Praxisbeispiele behandelt und neben Marketing der Datenschutz als Thema aufgenommen.

© Stadt Halle (Saale)


38. Kontiki – Konferenz Prag
17. - 18. Juni 2010

eTicketing in der Tschechischen Republik wurde von Roman Srp und Ing. Ji?í Mat?jec, ITS&S, Intelligent Transport Systems & Services, Gesellschaft für Transport Telematics, erläutert. Pavel Chytil, Head of IT Department der Verkehrsbetriebe der Hauptstadt Prag, präsentiere eTicketing in Prag. Aus den KA News machte Drs. Ing. Jozef Janssen, Geschäftsführer VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG, die eTicket Deutschland News und gab einen Einblick in die Arbeitsstände des IFM-Projektes (Interoperable Fare Management). Ziel des EU-Projektes LINK ist die Optimierung der kombinierten Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel während einer Reise; Paul Riley, Direktor von Jacobs Consultancy, Prag, stellte die Vision und die Herausforderung der Umsetzung dar. Die Einführung von Chipkarten, die auf dem EMV-Standard (EMV: Europay, MasterCard, Visa) basieren, ist weltweit auf dem Vormarsch. John Verity, Head of Security and Compliance, ITSO Ltd., London, stellte die Verbindung zum eTicketing her. Klaus Philipp, Kontiki Vorstandsmitglied, präsentierte die Ergebnisse der WG Interoperability zu Europäischen Interoperabilität. Die Kontiki – Arbeitsgruppen Migration und Mobilität diskutierten gemeinsam und strukturierten ihre Themenfelder neu, um Überscheidungen zu vermeiden. WG Interoperability setzte sich mit den Konsequenzen der EMV-Aktivitäten auseinander.

© Prague Information Service


37. Kontiki – Konferenz Freiburg
11. - 12. März 2010

Ziele und Inhalte der Förderinitiative (((eTicket wird Dipl.-Ing. Thomas Giemula, Bundesministerium für Verkehr. Bau und Stadtentwicklung, erläutern. Den Einblick in die Arbeitsstände der einzelnen Projekte wird Drs. Ing. Jozef Janssen, Geschäftsführer VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG, moderieren. Es werden Vorgehensweisen erörtert, technische und serviceorientierte Lösungen erläutert und rechtliche Rahmenbedingungen dargestellt. Den Arbeitsstand der Weiterentwicklung der VDV-Kernapplikation und die weiter geplanten Schritte wird Dipl.-Ing. Elke Fischer, VDV-Kernapplikations GmbH, präsentieren. Migrationsszenarien zur VDV-KA werden Ihnen von Dipl.-Geo. Walter Noé, Rhein-Main-Verkehrsverbund, Dipl.-Ing. Martin Haase vom Verkehrsverbund Oberelbe und von Dr. Matthias Stoffregen vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg aufgezeigt. Nutzen Sie die Erfahrungen für Ihr spezifisches, auf Ihr Unternehmen abgestimmtes Migrationskonzept, diskutieren Sie mit den Experten.

Die UAG Finanzierung/Betreibermodelle wird Organisations- und Verantwortlichkeitsstrukturen entwickeln. Die Kontiki – Arbeitsgruppe Migration arbeitet an Dokumenten zu Begriffserklärungen und Motivation eTicketing. WG Interoperability wird sich mit der Evaluation von europäischen Interoperabilitäts-Modellen befassen und die AG Mobilität hat das Thema Marketing bei der Einführung von Elektronischem Fahrgeldmanagement EFM auf der Agenda.

Freiburg © Fotograf: Karl-Heinz Raach


36. Kontiki - Konferenz Bochum
24. – 25. September 2009

Über Testbetrieb und Erfahrungen der elektronischen Einstiegskontrolle beim Busfahrer hat Ralph Birkenstock, WSW mobil GmbH, berichtet. Technische, Vertriebs- und Marketingaspekte der Einführung des eSemesterTickets an der Universität Duisburg – Essen wurden von José Luis Castrillo, Essener Verkehrs AG, präsentiert. Die eTicket-Erweiterung in NRW war das Thema von Dr. Marcus Gemeinder, DB Mobility Logistics AG. Dipl.-Geo. Walter Noé, Rhein-Main-Verkehrsverbund, hat die Standardisierung des 2D-Barcodes dargestellt. Den aktuellen Stand von KOSE und den Ausblick auf den Wirkbetrieb hat Hans-Andreas Hoffmann, Kreisverkehr Schwäbisch-Hall, aufgezeigt. Drs.-Ing. Jozef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH & Ko. KG, hat die Teilnehmer mit den KA News auf den neusten Stand über laufende und geplante eTicketing-Projekte gebracht. Die Kontiki – Arbeitsgruppe Migration hat die Themen Motivation und Begriffserklärungen eTicketing und Finanzierung/Betreibermodelle bearbeitet. WG Interoperability hat sich mit der Evaluation von Interoperabilitäts-Modellen befasst und 4 Applikationsvarianten herausgearbeitet und zu weiteren Bearbeitung klassifiziert, die international von Interesse sein werden. Die AG Mobilität hatte drei Impulsreferate auf der Agenda: Multiapplication bei den Stadtwerken Münster, das multiapplicative Karten-System der Stadtwerke Augsburg und die Gesundheitskarte. Die AG Mobilität arbeitet an der Grundsatzklärung und technisch-organisatorischen Anforderungen und Voraussetzungen für Multiapplikationen. Es wird eine Verknüpfen der Ergebnisse mit denen der WG Interoperability geben.

Rathaus Bochum, © Stadt Bochum


35. Kontiki - Konferenz Ostalbkreis/Aalen
25. - 26. Juni 2009

RA Christian Walz, RölfsPartner, München, erläuterte die Vertragsarchitektur, E-Geld: ein seltsames Phänomen? Auf diese Frage gab Dr. Hugo Godschalk, Geschäftsführer, PaySys Consultancy GmbH, eine Antwort und ging dabei u. a. auf die bisherige Marktentwicklung und die Regulierung in Europa ein. Das sehr umfassende Thema Datenschutz wurde von Dr. Thomas Jandach, Landesbeauftragter für den Datenschutz Baden-Württemberg dargestellt. eTicketing und öffentliches Recht war das Thema, das Dr. Hubertus Baumeister, BBG und Partner, Rechtanwälte, Bremen, präsentierte. In den KA News - mittlerweile fester Bestandteil jeder Kontiki – Konferenz - hat Drs.-Ing. Jozef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH & Ko. KG, u. a. über den Stand der laufenden Projekte berichtet. Die Kontiki – Arbeitsgruppe Migration hat das Migrationsdokument zur Veröffentlichung freigegeben und mit der Erarbeitung neuer Dokumente (u.a. „Motivation für eTicket“, „Begriffsklärungen“) begonnen, die Unter-AG „Betreibermodelle/Finanzierung“ hat erste Zwischenergebnisse zur Diskussion gestellt. Die WG Interoperability hat mit der Evaluierung von Interoperabilitäts-Modellen begonnen. Die AG Mobilität hat sich mit Multiapplikationsfähigkeit und intermodalen Mobilitätsprozessen befasst.

Schloss Fachsenfeld


34. Kontiki - Konferenz Lissabon
26. - 27. März 2009

Interoperabilität war das Rahmenthema der Kontiki – Konferenz in Lissabon.. eTicketing in Portugal wurde Ihnen von Regina Ferreira, Präsidentin OTLIS, und Henriques Coelho, CP Comboios de Portugal (Staatliche Eisenbahnen Portugals), präsentiert. Alternative Wege zu europäischer Interoperabilität im Elektronischen Fahrgeldmanagement (EFM) wurden von Etienne Graindor, STIB, Brüssel, aufgezeigt. Die Anforderungen an einen ganzheitlichen Mobilitätsprozess hat Klaus Philipp, T.C.L. GmbH, Wachtendonk, dargestellt. Die Zukunft der Raumerfassung war das Thema, das Patrick Almy, Continental Automotive Switzerland AG, zusammen mit Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach, präsentiert hat. Die KA News sind mittlerweile fester Bestandteil jeder Kontiki – Konferenz, Drs.-Ing. Jozef Janssen, VDV-Kernapplikations GmbH & Ko. KG, u. a. hat über die Förderprojekte berichtet. Die Kontiki – Arbeitsgruppen Migration und Interoperability haben in Lissabon ihre aktuellen Projekte vorangetrieben. Neu: Die Unterarbeitsgruppe „Finanzierungs- und Betreibermodelle“ der AG Migration hat in Lissabon ihre Arbeit aufgenommen. In der AG Mobilität wurde das House of Logistics and Mobility (Holm) vorgestellt.

Hieronymus-Kloster, Belém